EXPERIMENTALE 2025

Am 30. September hat die „EXPERIMENTALE. Literatur und Medien.“ stattgefunden. Die Veranstaltung – ein Workshop am Vor- und Nachmittag sowie eine Präsentation am Abend – wurde vom Heinrich-Heine-Institut organisiert. Teilgenommen haben insgesamt drei Schulen aus Düsseldorf. Für das Görres war in diesem Jahr der Q1-Sportkurs von Marieke Nolte dabei. Die elfte Ausgabe der „EXPERIMENTALE.“ strebte einmal mehr an, die Schranken zwischen den Künsten zu überschreiten und für zeitgenössische Kunst jenseits des Lehrplans zu sensibilisieren.

Angeleitet wurden die Schülerinnen und Schüler von den Tänzerinnen Lenah Flaig und Josefine Patzelt, die mit ihrem Kollektiv „Flies & Tales“ im Bereich der Tanztheaterperformance arbeiten. (http://fliesandtales.com/?page_id=216)

Einen Einblick in die Arbeit des Tages gibt der Bericht von Remas und Anouk.

Vielen Dank an Dr. Enno Stahl vom Heinrich-Heine-Institut, Lenah Flaig und Josefine Patzelt, Marieke Nolte– sowie ganz besonders an alle Tänzerinnen und Tänzer!

Dr. Kathrin Hahne

Ein Tag, ein Bericht:

Durational Performance am Heinrich-Heine-Institut

Im Mittelpunkt unseres Workshops stand das Konzept der durational performance. Darunter versteht man eine künstlerische Form, bei der eine Bewegung oder Handlung über eine längere Zeitspanne hinweg wiederholt, variiert oder kontinuierlich fortgeführt wird. Es geht weniger um kurze, abgeschlossene Choreografien, sondern um eine intensive Auseinandersetzung mit Ausdauer, Wiederholung und der Wirkung über Zeit.

Wir Schüler*innen hatten die Aufgabe, für die Abendvorstellung eine eigene 10-minütige durational performance zu gestalten. Dafür wurden im Workshop zunächst verschiedene Elemente erarbeitet, wie zum Beispiel:

  • Kampf
  • Catwalk
  • Slow Motion
  • „Alge“ (fließende, wellenartige Bewegungen)
  • Copy Match

Diese Elemente sollten später in die Performance einfließen. Dabei war nicht von Anfang an festgelegt, wie genau dies geschieht – vielmehr wurde viel improvisiert.

Zusätzlich kamen Requisiten wie Golfschläger und Rollrasen zum Einsatz, die die Kreativität und Ausdrucksmöglichkeiten erweiterten.

Bei der abschließenden Präsentation konnten wir tänzerisch eigene Szenen und Geschichten entwickeln. Wir setzten die erarbeiteten Bewegungsbausteine auf individuelle Weise ein und kombinierten sie frei. Dabei stand nicht die Perfektion der Choreografie im Vordergrund, sondern die Möglichkeit, der eigenen Kreativität freien Lauf zu lassen und mit Körper, Raum und Zeit zu experimentieren.

Der Workshop war eine besondere Erfahrung, weil er uns nicht nur neue Tanztechniken, sondern auch ein neues Verständnis von Performancekunst vermittelt hat. Besonders spannend war die Verbindung von vorgegebenen Elementen und Improvisation, die den Fokus auf den Augenblick lenkte und jede Aufführung einzigartig machte.

Remas und Anouk

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